Zeitraum: 08.04.2024 - 21.04.2024
Revier: Atlantik, Karibik, Guadeloupe, Pointe-à-Pitre - Guadeloupe, Deshaies
Boot: eMMa - Moody 44 - Markus
Crew: Markus
MelanieCaro


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Wochenbericht 69 - Unterwegs mit Caro - Bitte lächeln!

So sehr wir Besuch an Bord mögen, trotzdem freuen wir uns auch über Zeit zu zweit. Und die kommt im Moment etwas zu kurz. Nachdem Rico abgeflogen ist, haben wir gerade mal 48 Stunden für uns. Und was macht das fleißige Eignerpaar mit dieser Zeit? Statt uns die Kleider vom Leib zu reißen und den Tag im Bett zu verbringen, waschen wir Wäsche, machen dringend notwendige Reparaturen, besorgen Ersatzteile und kaufen ein. Dazwischen muss Melanie noch arbeiten. Am 09.04.2024 fahre ich, Melanie dann mit dem Bus zum Flughafen und schließe unsere liebe Freundin Caro in die Arme. Zurück geht es für uns zwei dann mit dem Taxi, denn der letzte Bus fährt bereits um 19 Uhr. Am Hafen angekommen, holt Markus uns mit dem Dinghy ab und wir düsen zu dritt zu eMMa. Für Caro ist es ein ganz besonderer Moment zu uns an Bord zu kommen, denn ihr letzter „Besuch“ war nicht freiwillig und der Grund alles andere als schön. Es war damals eine sehr schwere Zeit für sie. Doch sie fühlt sich sofort wieder wohl und geborgen. Und das freut uns alle drei sehr. Noch bis in die Nacht sitzen wir zusammen und quatschen.

Für den ersten Segeltag haben wir die Insel Marie Galant ausgesucht. Die Entscheidung fällt uns nicht leicht, denn der Wind und die Welle sind für die kommenden Tage etwas etwas unbeständig. So setzen wir die Segel und werfen bereits fünf Seemeilen später unsere Törnplanung für heute wieder über Bord. Der Wind kommt nicht aus der angekündigten Richtung, sondern genau aus der Richtung in die wir eigentlich wollten. Auf Kreuzen hat niemand von uns dreien so richtig Lust. Und die Les Saintes können wir direkt anliegen lassen. Also Planänderung! Wir mögen die Les Saintes ja eh und Caro sicherlich auch. Und wir können einen Anliegerkurs fahren. Und mit unserer Einschätzung, dass die Les Saintes auch Caro gefallen werden, liegen wir goldrichtig.

Für Caros Geburtstag backen wir einen leckeren Kuchen. Es ist der erste Versuch in der Heißluftfriteuse zu backen und der gelingt richtig gut. Als Caro abends im Bett ist, dekorieren wir zwei den Salon mit Girlanden. Am folgenden Morgen gibt es ein wunderbares Frühstück bei dem kein Wunsch offen bleibt. Wir singen Caro ein Geburtstagsständchen und ein Geschenk darf natürlich auch nicht fehlen. Im Nachmittag machen wir uns ausgehfein und gehen gemeinsam essen. Das Essen ist fantastisch lecker, die Atmosphäre entspannt.

Ein weiterer Wunsch von Caro war es mit uns Tauchen zu gehen. Da bietet sich das Wrack der Fähre vor Terre-de-Haut optimal an. Und bei unseren Landausflügen zückt Caro immer die Kamera, mal für den Sonnenuntergang, ganz oft aber auch für uns beide. Dabei entstehen so einige lustige, wunderschöne und sehr stilvolle Bilder.

Nach einigen Tagen geht es für uns weiter ins Naturschutzgebiet. Es ist ein sehr rolliger Tag und Melanies Laune ist heute auch nicht gut. Wir gehen gemeinsam Essen und sehen einen Leguan ganz aus der Nähe. Es folgt eine sehr rollige Nacht nach der wir alle drei ziemlich gerädert sind. Die Entscheidung an die Südseite der Bucht zu verlegen, fällt uns somit überhaupt nicht schwer. Dort ist es deutlich besser. Wir schnorcheln, fahren Standup Paddleboard, füllen Tauchflaschen und tauchen natürlich auch. Und Markus holt unsere Wasserhängematte heraus. Bei uns an Bord gibt es nämlich eine Regel. Alles, was innerhalb eines Jahres nicht verwendet wurde, steht auf dem Prüfstand bzw. wird entsorgt. Und die beiden Wasserhängematten wurden nun seit fast einem Jahr nicht mehr verwendet. Nun sind sie wieder benutzt worden und dürfen weiterhin an Bord bleiben.

Für Markus und Melanie steht dann noch das Tauchen am Wrack der Gustavia auf der To-Do-Liste. Nachdem wir die Position ja mittels Seekarte ausfindig gemacht haben, wollen wir das Wrack selbstverständlich nun auch betauchen. Der Tauchgang wird von uns gut geplant, ausgiebig vorbereitet und alle Eventualitäten durchgesprochen, denn es handelt sich dabei um einen Dekompressions-Tauchgang, da das Wrack sehr tief liegt und es drumherum keinen Flachbereich gibt. So gut vorbereitet, machen wir uns auf den Weg und haben einen wunderschönen Tauchgang. Die Deko anschließend abzuhängen ist stocklangweilig! Aber die Zeit unten am Wrack haben wir sehr genossen. Das Wrack ist wunderschön bewachsen und einen Bärenkrebs haben wir dort auch gesehen! Weiter geht es nach Deshaies, denn so langsam neigt sich Caros Urlaub bei uns dem Ende entgegen. Hier erleben wir das Regatta-Wochenende der Traditionsboote, genießen die besondere Regatta-Stimmung am Strand. Wir gönnen uns ein fantastisch gutes Abendessen mit den Füßen im Sand, Blick auf die Bucht und Einsiedlerkrebsen unter dem Tisch. Am folgenden Morgen starten die Boote zur Regatta. Die Startlinie liegt außerhalb der Bucht und so müssen alle Boote zunächst quer durch die Bucht paddeln und kreuzen. Wir genießen das bunte Treiben von eMMas Deck aus, bevor wir uns mit unserem Dinghy selbst auf den Weg machen. Unser heutiges Ziel ist ein sehr langer Sandstrand eine Bucht weiter. Dort wollen wir das Fotoshootings mit Caro abhalten. Das Shooting selbst war harte Arbeit! Die Bilder, die dabei entstanden sind, sind wunderschön geworden! Nach der Anstrengung gönnen wir uns noch ein paar Schwimmrunden in den Wellen, bevor wir mit unserem kleinen Dinghy wieder zurück zu eMMa fahren. Passend dazu trudeln auch gerade die letzten Regattateilnehmer in der Bucht ein. An Land gönnen wir uns noch ein Eis und sitzen anschließend noch lange quatschend an Bord zusammen.

Caro fliegt am 22.04.2024 von Point-à-Pitre wieder ab. Mit dem Bus von Deshaies ist es etwas mehr als eine Stunde Fahrtzeit, wenn der Bus dann auch kommt. Abfahrtspläne scheinen hier eher eine Empfehlung zu sein. Wir haben zum Glück viel Zeitpuffer eingeplant und so sitzen wir in einem klimatisiertem Reisebus, als Markus einen Anruf von seiner Mutter erhält, dass Oma Christel gestürzt ist und nun im Krankenhaus behandelt werden muss. Sie ist wohl in den letzten Wochen bereits mehrfach gestürzt und dieses mal war es aber wirklich schlimm. Doch sie hat es überlebt. Das sind immer diese Momente, wo uns wieder sehr bewusst wird, wie weit wir von der Heimat weg sind. Mal eben ins Krankenhaus fahren ist einfach nicht möglich. Wir bitten darum, dass sie von uns ganz lieb gegrüßt wird.

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