| Zeitraum: | 15.08.2024 - 17.11.2024 |
| Revier: | Italien, Elba, Capoliveri |
| Boot: | ohne Boot |
| Crew: | Markus Melanie |
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Bericht 75 - Wiedervereinigung - unser Leben an der Tauchbasis
Am frühen Morgen des 15. August wird Melanie von Rita abgeholt und mit dem Auto zum Flughafen Köln-Bonn gefahren. In der Terminalhalle dann zunächst der große Schreck. Ein Großteil der Flüge wurden annulliert oder haben Verspätung, da Klimakativisten den Flughafen vorübergehend lahmgelegt haben. So langsam normalisiert sich die Situation allerdings und Melanies Flug ist nicht davon betroffen.
In Pisa nimmt Markus dann Melanie als Geburtstagsgeschenk in die Arme! Endlich! Den Tag nutzen wir noch für ein Sightseeing in Pisa. Den Schiefen Turm muss man ja schließlich mal gesehen haben! Wir gehen in einer Seitengasse in einem winzigen Restaurant essen, schlendern durch die Stadt und stellen uns in der alten Markthalle vor dem Regen unter. Anschließend machen wir uns auf den Heimweg. Auf nach Elba!
Bereits in den nächsten Tagen setzt bei uns ein angenehmer Alltagsrhythmus ein. Melanie bekommt gleich von mehreren Kollegen gesagt, wie schön es ist, dass sie wieder da ist. Und wie sehr man Markus angemerkt hat, dass er sie vermisst hat!
Für Melanie beginnt nun ein Experiment. Ziel dieses Experimentes ist es folgende Fragen zu klären: Ist die Arbeit an der Tauchbasis etwas für mich? Kann ich das körperlich? Möchte ich das überhaupt in Vollzeit? Können wir gemeinsam leben und arbeiten, und dann noch als Vorgesetzter und Mitarbeiterin?
Doch zunächst einmal verbringen wir zwei wundervolle Wochen im Nala/eMMa-Kosmos! Wir machen gemeinsame Ausflüge, verbringen die Abende zusammen, genießen endlose Gespräche und gehen natürlich ganz viel Tauchen. Viel zu schnell geht diese gemeinsame Zeit vorbei und mal wieder fällt der Abschied uns sehr schwer.
Die Arbeit an der Tauchbasis macht uns viel Spaß. Melanie stellt für sich fest, dass sie viele ihrer Stärken in der Organisation und Gästebetreuung mit einbringen kann. Taucherisch hat sie sich enorm weiterentwickelt und das Guiding macht ihr besonders viel Spaß. Markus macht mit Micha gemeinsam die Basisleitung und die Zusammenarbeit mit Chef ist sehr gut.
Auch wenn die Tage lang und voll von Arbeit sind, suchen wir uns immer wieder die gemeinsamen Erlebnisse heraus. Wir treffen uns mit Gido und Sarah, schauen uns den Kometen an, essen gemeinsam oder genießen die Sonne am Strand.
Oder wir machen gemeinsame Ausflüge mit dem Roller oder gehen spazieren.
So steht für uns zum Ende der Saison fest, wir kommen wieder. Beim Mitarbeitergespräch ist dann auch schon klar, Melanie wird im kommenden Jahr die Tauchlehrerprüfung (ITC/IE) machen.
Mitte November heißt es dann Inventur machen, alles für den Winter vorbereiten und die Tauchbasis aufräumen. Für uns persönlich geht es wieder einmal darum, dass wir unsere Habseligkeiten in Kartons verstauen müssen, das Apartment leer räumen und putze müssen.
Das Wetter macht es uns in den letzten Tagen hier nicht leicht. Sturm und hohe Wellen bringen unsere Reisepläne ins Wanken. Kurzentschlossen buchen wir eine frühere Fähre und werden spontan noch zwei Tage in Rom verbringen. Spontaner Kurzurlaub sozusagen!